
Nach einem Rückschlag bei den Dutch Open traten Silas Anel-Fernandez und Ronja Maria Jungbluth im belgischen Lommel zu einem weiteren Weltranglistenturnier mit nur kurzer Regenerations- und Zwischenvorbereitungszeit an. Letztere fühlte sich angesichts der Niederlage in den Niederlanden und hinzu kommender Erschwernis, Training und Schule auf höchstem Niveau zu vereinbaren, nicht optimal vorbereitet, zeigte aber durch ihre letztliche Leistung im Wettbewerb mit der internationalen Top-Konkurrenz, dass die Eigenwahrnehmung in Kombination mit dem hohen Anspruch an sich selbst oft falsch ist.
Die Qualität ihrer Arbeit im Training und auch das eigenverantwortliche Training daheim beweisen wieder einmal, dass die Klasse dieses Niveaus durch Disziplin, gestützt durch im Training feinjustierte technische und taktische Raffinessen erreicht wird.
Nach deutlichen Siegen gegen die Schweiz und eine starke deutsche Gegnerin wurde Jungbluth erst im dritten Kampf durch eine Holländerin gestoppt.
Silas Anel-Fernandez und Julia Schwarz dominierten ihre Gegner zu Anfang jeder Runde stark, ließen sich hingegen dann in schließlich knappen Kampfergebnissen immer wieder die Führung abnehmen.